Gesund durch den Winter

Januar 07, 2015
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Trübes Wetter, Kälte, Schnee und Glatteis stellen im Winter eine große Herausforderung für viele Menschen dar. Damit die Wintermonate jedoch nicht zur Leidenszeit werden, helfen bereits einfache Maßnahmen.

Impfen

Mit den kalten Tagen steigt die Gefahr einer Grippeinfektion. Eine Impfung kann einer schweren Influenza vorbeugen und ist auch im Dezember und Januar noch sinnvoll. Doch wer sollte sich impfen lassen? Prof. Dr. Bernhard Ruf, Chefarzt der Klinik für Infektiologie, Tropenmedizin und Nephrologie am Klinikum St. Georg, rät: „Eine Grippeschutz-

impfung ist allen Menschen über 50 Jahren sowie chronisch kranken Patienten dringend zu empfehlen.“ Aber auch für jüngere Menschen sei eine Impfung sinnvoll, nicht zuletzt um die Ansteckungsgefahr in der Gesellschaft so gering wie möglich zu halten. Der beste Zeitpunkt für eine Grippeschutz-
impfung ist Oktober bis November, um die ganze Grippesaison, die bis April dauern kann, geschützt zu sein. Wer also noch nicht geimpft ist, sollte das schnell nachholen.

Abwehrkräfte stärken

Auch wenn eine Impfung meist einen zuverlässigen Schutz vor einer schweren Influenza bietet, können Erkältungen ein lästiger Begleiter in den Wintermonaten sein. Mit simplen Tricks und Kniffen kann das Immunsystem jedoch schnell angekurbelt werden. Neben einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin C durch Obst und Gemüse ist Vitamin E ein wichtiger Helfer, um gesund zu bleiben, denn dieses fördert die Bildung von Abwehrzellen. Es ist vor allem in pflanzlichen Ölen zu finden. Zusätzlich bringen Ausdauersportarten wie Laufen und Schwimmen den Kreislauf in Schwung und stärken das Immunsystem. Intensiviert wird der Effekt durch Wechselduschen oder regelmäßige Saunagänge. Wer sich zusätzlich ausreichend Ruhepausen gönnt, um Stress zu vermeiden, hat bereits vieles richtig gemacht. „Sieben Stunden Schlaf in der Nacht sollten nach Möglichkeit eingehalten werden“, empfiehlt Dr. Geert Vogt, Oberarzt an der Robert-Koch-Klinik. „Denn während wir schlafen, sinkt unter anderem der Wert des Stresshormons Cortisol im Körper, das die Immunabwehr bremst.“

Achtung Glatteis!

Leider schützt ein gutes Immunsystem nicht vor Stürzen. Nicht nur für Autofahrer, auch für Fußgänger kann ein plötzlicher Kälteeinbruch mit Glatteis gefährlich werden. „Um bei Schnee und Eis trotzdem sicher ans Ziel zu gelangen, empfiehlt es sich, die Füße beim Gehen leicht nach außen zu drehen“, rät Prof. Dr. Ralf Herbert Gahr, Leiter des Traumazentrums am St. Georg. Dadurch bekomme der Körper eine stabilere Haltung. Zudem sei es sicherer, nur sehr kleine Schritte zu machen. „Um sich im Zweifelsfalle abfangen zu können, ist es ebenfalls ratsam, dicht an einer Hauswand entlangzugehen“, weiß der Mediziner. Wer dennoch ins Straucheln gerät, sollte alles fallen lassen, was er in den Händen hält und die Unterarme schützend vor das Gesicht halten. So wird im Falle eines Sturzes der Kopf geschützt.

Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Die fehlende Kraft der Sonne hat nicht nur auf unser seelisches Wohlbefinden Einfluss, sondern kann auch konkrete körperliche Beschwerden hervorrufen. Das Vitamin D₃ wird vom Körper vor allem durch Sonnenlicht produziert. Durch die fehlende UVB-Strahlung im Winter kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Neben Schlaf- und Konzentrationsstörungen zählen Hautprobleme, Depression, Muskelschwäche und eine erhöhte Anfälligkeit für bakterielle Infektionen zu den möglichen Symptomen. Da über die Nahrung Vitamin D₃ ebenfalls nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden kann, bieten Nahrungsergänzungspräparate in diesem Fall eine nützliche Alternative. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, rund 20 Mikrogramm (800 IE) pro Tag zu sich zu nehmen, um den Vitamin-D₃-Bedarf ausreichend zu decken.

 

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